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Dienstag, den 06. September 2011 um 10:43 Uhr

Holzarten ABC - Teil 2 - L bis ZHolzarten ABC der Fachbegriffe – Teil 2: von L – Z

Heute beschäftigen wir uns abschließend noch einmal mit den Fachbegriffen, die Ihnen bei der Auswahl der Holzart für Ihre neue Treppe begegnen werden. In den nächsten Folgen werden wir Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Holzarten vermitteln.

L  
Leimholzplatten Die Stufen und anderen Teile einer Treppe können nicht nur aus einem ganzen Stück Holz gefertigt werden, sondern auch aus sogenannten Leimholzplatten (Vollholz- oder Massivholzplatten). Leimholzplatten werden aus Massivholz, das in einzelne Lamellen zugeschnitten wird, hergestellt. Die einzelnen Lamellen werden entweder der Länge nach zu der fertigen Platte verleimt oder aus keilgezinkten einzelnen Lamellen zusammengesetzt und verleimt. Die Leimholzplatten behalten die natürlichen Eigenschaften des Vollholzes, haben aber unter anderem den Vorteil, dass sie sich weniger verziehen als ein aus einem einzigen Stück Holz gefertigtes Werkstück.
M  
Massivholzplatten -> Leimholzplatten
N  
Nachhaltige Forstwirtschaft Oberstes Ziel einer nachhaltigen Forstwirtschaft ist die Erhaltung der bewirtschafteten Waldfläche in ihrer ursprünglichen Ausdehnung und in ihrer Regenerierbarkeit. Das heißt, dass nur so viele Bäume aus dem Wald eingeschlagen werden dürfen, wie nachwachsen können. Nachhaltigkeit bedeutet aber auch, dass die Artenvielfalt der Pflanzen und Tierwelt in dem bewirtschafteten Waldgebiet erhalten bleiben muss. Deshalb ist eine Wiederaufforstung mit schnell wachsenden Monokulturen nicht mehr erlaubt. Eine nachhaltige Forstwirtschaft richtet aber nicht nur das Augenmerk auf die Umweltverträglichkeit ihrer Bewirtschaftung, sondern auch auf deren Sozialverträglichkeit. Deshalb sind auch Arbeitsplatzsicherheit und -qualität sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen für die lokale Bevölkerung wichtige Bestandteile einer nachhaltigen Forstwirtschaft. Holz, das aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt, trägt entweder das Siegel des -> FSC oder des -> PEFC.
P  
PEFC Programme for the Endorsement of Forest Certification -> Nachhaltige Forstwirtschaft
R  
Räuchern Räuchern nennt man die Behandlung des Holzes mit Ammoniak, um die Holzfarbe zu verändern. Geräuchert werden können nur gerbstoffhaltige Hölzer, zum Beispiel Eiche oder Ahorn. Bereits kurze Zeit nach der Behandlung mit Ammoniak ändert sich die Farbe der Oberfläche des Holzes. Bei längerer Einwirkzeit wird das Holz vollkommen durchfärbt. Das Räuchern mit moderner computergesteuerter Vakuum-Technik bewirkt zudem, dass das Holz vollkommen alterungsbeständig und lichtstabil bleibt. Ein weiterer Vorteil dieser Methode ist, dass das Holz nach dem Ablüften keinerlei gesundheitsgefährdenden Stoffe mehr enthält.
Rohdichte Holz ist ein poröser Stoff. Deshalb wird das Raumgewicht des Holzes einschließlich seiner Poren und Hohlräume ermittelt. Maßeinheit der Rohdichte ist kg/m³. Die einzelnen Holzarten haben eine unterschiedliche Rohdichte. Da das Holz nach dem Fällen viel Wasser enthält, muss das Holz erst getrocknet werden, damit man aufgrund der unterschiedlichen Rohdichte den unterschiedlichen Härtegrad des Holzes bestimmen kann. Die Rohdichte, die das Holz bei einer -> Holzfeuchte von 0% hat, bezeichnet man als Darrdichte. Hölzer bis zu 550 kg/m³ werden als Weichhölzer bezeichnet, Hölzer darüber als Harthölzer. Mit einer Darrdichte von 410 kg/m³ ist Tannenholz somit ein weiches Holz, während Eiche (680 kg/m³) ein Hartholz ist.
S  
Splintholz -> Kernholz
T  
Thermische Behandlung Bei der thermischen Behandlung wird unter computergesteuerten Bedingungen das Holz mehrere Stunden lang über 180 °C erhitzt. Dabei wird die Zellulose des Holzes teilweise abgebaut, so dass das Holz dunkler wird. Auch wird das Holz durch diese Behandlung widerstandsfähiger gegen Pilzbefall und unempfindlicher gegenüber Temperaturschwankungen.
Thermoholz Das durch die thermische Behandlung veränderte Holz heißt Thermoholz. Geeignete Holzarten für die -> thermische Behandlung sind zum Beispiel Fichte, Kiefer, Esche und Birke.
U  
ungedämpft -> Dämpfen
V  
Verkernung -> Kernholz
Vollholzplatten -> Leimholzplatten
W  
Weichholz Weichhölzer sind beispielsweise Douglasie, Erle, Kiefer, Linde, Weide und Tropenhölzer wie Abachi und Balsa. -> Holzhärte.
weiß gekalkte Eiche Eiche gekalktEiche ist eine sehr strukturierte Holzart. Um ihre Maserung zu unterstreichen, kann man das Eichenholz weiß kalken. Dabei wird nach einer entsprechenden Vorbehandlung ein Brei aus Kalkweißpaste in die Poren eingerieben, der Überschuss abgewischt und nach dem Trocken die Holzoberfläche lackiert. Auf diese Weise erreicht man, dass nur die Holzporen weiß erscheinen.

Hier finden Sie den 1. Teil von "Holzarten ABC der Fachbegriffe" mit den Buchstaben von A bis K.

 

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