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Freitag, den 12. August 2011 um 06:58 Uhr

Holzarten ABC - Teil 1 - A bis KHolzarten ABC der Fachbegriffe – Teil 1: von A – K

„Die gekalkte Eiche ist ein sehr hartes elastisches Holz.“ Bei der Auswahl der Holzart für Ihre Treppe werden Sie immer wieder auf solche oder ähnliche Beschreibungen stoßen. Deshalb haben wir unserem Überblick über die Holzarten ein Glossar vorangestellt, das in den nächsten beiden Blog-Folgen Fachbegriffe wie „Hart-/Weichholz“, „Kern-/Splintholz“ oder „Dämpfen“ behandelt.

B  
Beizen

Unter Beizen versteht man die Veränderung der Holzoberfläche entweder mit einer Farbstoffbeize oder mit einer chemischen Beize, um den natürlichen Farbton des Holzes zu verstärken, zu ändern oder auszugleichen. Auch eignet sich das Beizen sehr gut, um die Kontraste in der Holzmaserung zu betonen. Bei der Verwendung unterschiedlicher Holzarten können durch Beizen die unterschiedlichen Farbtöne der kombinierten Holzarten ausgeglichen werden.

Brinell, Holzhärte nach

Nach dem von dem schwedischen Metallurg Brinell entwickelten Prüfverfahren wird eine Stahlkugel mit einem bestimmten Durchmesser mit zunehmender Belastung in das Holz eingedrückt und der Abdruck der Kugel im Holz digital ausgemessen. Der ermittelte Wert wird in HB (Härte nach Brinell) angegeben. Je kleiner dieser Wert ist, desto weicher ist die Holzart. Fichte hat zum Beispiel einen Wert von 12 HB und ist damit ein weiches Holz. Dagegen ist die Eiche mit einem Wert von 34 bis 41 HB ein Hartholz.

D  
Dämpfen Beim Dämpfen wird das Holz mehrere Tage lang hohen Temperaturen (100 °C) und hoher Feuchtigkeit ausgesetzt, wodurch eine chemische Umwandlung in den Zellen des Holzes stattfindet. Diese bewirkt, dass sich die Farbe des Holzes ändert. Der Vorteil des Dämpfens ist, dass das Holz durchgehend gleich gefärbt wird, und zwar ohne chemische Behandlung. Eine aufwändige Oberflächenbehandlung mit Beizen oder Lackieren ist nicht mehr erforderlich.
Darrdichte -> Rohdichte
E  
Elastizität Elastisch ist ein Stück Holz dann, wenn es nach dem Biegen wieder in die ursprüngliche Form zurückfedert. Esche, Lärche und Eukalyptus sind zum Beispiel elastische Holzarten.
F  
Falschkern -> Kernholz
FSC Forest Stewardship Council -> Nachhaltige Forstwirtschaft
H  
Hartholz Harthölzer sind beispielsweise Ahorn, Buche, Eiche, Esche, Robinie, Ulme sowie tropische Holzarten wie Ebenholz, Palisander und Teak. -> Holzhärte
Holzfeuchte Die Holzfeuchte oder Holzfeuchtigkeit gibt Aufschluss über den Anteil des Wassers in den Holzzellen in Bezug auf die Trockenmasse des Holzes und wird in Prozent angegeben. Die Berücksichtigung der Feuchtigkeit des Holzes ist wichtig, da sich die Holzeigenschaften für die Bearbeitung je nach dem Wassergehalt des Holzes ändern. Bei einem bestimmten Holzfeuchtegehalt ist zum Beispiel das Holz biegsamer.
Holzhärte Für die Holzverarbeitung werden die verschiedenen Holzarten in -> Hart- oder -> Weichhölzer eingeteilt. Ausschlaggebend für die Holzhärte sind Zellaufbau und Holzfeuchte. Je größer die -> Rohdichte und je geringer die -> Holzfeuchte ist, desto härter ist das Holz. Die Holzhärte wird nach zwei Methoden bestimmt, einmal nach der -> Brinell-Methode, zum anderen aufgrund der Darrdichte, siehe -> Rohdichte.
K  
keilgezinkt -> Leimholzplatten
Kernholz Bildbeschreibung des Fachbegriffes KernholzEin Baumstamm besteht aus der Rinde, dem Splintholz und dem Kernholz.

Das Splintholz ist der junge, physiologisch aktive Teil des Holzes, der Wasser und Nährstoffe in die Baumkrone transportiert. Je älter der Baum wird, je mehr verliert das Splintholz an Lebenskraft und bildet bei vielen Baumarten das Kernholz (Verkernung), das physiologisch nicht mehr aktiv, sondern totes Holz ist. Bei einigen Baumarten (den sog. Splintholzbäumen) findet diese Verkernung nur sehr langsam statt. Es bestehen keine Farb- und Feuchtigkeitsunterschiede zwischen dem Splintholz und dem Kernholz. Andere Bäume dagegen bilden einen Kern, der überwiegend farbige Inhaltsstoffe enthält und sich somit farblich deutlich vom Splintholz abgrenzt.
Splintholzbäume sind zum Beispiel Ahorn, Birke und Erle. Kernholzbäume sind Kiefer, Eiche und Ebenholz.

Einige Baumarten bilden nur aufgrund äußerer Einflüsse, zum Beispiel durch Verletzungen, einen Kern, den sogenannten Falschkern. Zu diesen Baumarten zählen Kirsche, Esche und Buche.

Für den Treppenbau werden bei vielen Holzarten das Splint- und das Kernholz verwendet, bei einigen nur das Kernholz.

Hier finden Sie den 2. Teil von "Holzarten ABC der Fachbegriffe" mit den Buchstaben von L bis Z.

 

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